Der Pride Month und Pinkwashing

27.06.2022 10:49

Der Pride Month und Pinkwashing

Gerade im Pride Monat leuchtet alles in Regenbogenfarben und jede*r möchte seine Solidarität symbolisieren. Leider betreiben aber viele Firmen und Unternehmen Pinkwashing, um sich selbst ein gutes Image aufzubauen und toleranter und moderner zu wirken. Doch was ist „Pinkwashing“ eigentlich und wieso ist das so schlimm?

Pinkwashing: Das wird darunter verstanden

Von „Pinkwashing“ ist die Rede, wenn Unternehmen und Firmen Marketingstrategien benutzen, die den Eindruck entwickeln, dass dieses Unternehmen sich für die LGBTQ+ Community einsetzt, obwohl das gar nicht der Fall ist. Das kann ganz schnell problematisch werden. Das wird vor allem während des Pride Monats ausgenutzt, da in dieser Zeit besonders viel über das Thema gesprochen wird. Diese Firmen möchten einfach auf den Zug mit aufspringen.

Warum ist Pinkwashing problematisch?

Unternehmen belügen Ihre eigenen Käufer oder Community, nur um die positive Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken und ihre eigenen Verkäufe oder Followerzahl zu erhöhen. In den restlichen Monaten des Jahres halten sie sich komplett von dem Thema fern oder was noch schlimmer ist: Unterstützen Organisationen oder andere Firmen, die gegen LGBTQ+ sind.

Die Vergangenheit und die Geschichte der LGBTQ+ Gemeinschaft rückt somit in den Hintergrund und Vergessenheit und nur der Profit der Firmen steht im Vordergrund.

Wie zeige ich Solidarität, ohne dass es als Pinkwashing abgestempelt wird?

Ganz einfach: Du machst es nicht nur einen Monat lang. Klar, der Juni eignet sich hervorragend dafür. Wie wäre es aber, wenn Du Deine Pride-Produkte nicht nur einen Monat im Sortiment hast und nicht nur einen Monat bewirbst? Liebe soll 365 Tage im Jahr gefeiert werden und nicht nur einen Monat lang. Arbeite nur mit Firmen oder Kooperationspartnern zusammen, bei denen Du Dir wirklich sicher sein kannst, dass diese keine Anti-LGBTQ-Organisationen unterstützen.

Was Du außerdem außerhalb des Pride Monats machen kannst, um Dich für die LGBTQ+ Community zu solidarisieren, kannst Du hier nachlesen. 

Sei ein Safespace für die LGBTQ+-Community. Auch für den Rest des Jahres.


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