LGBTQ+ in den modernen Medien

10.06.2022 12:10

Repräsentation von Diversität in den modernen Medien ist in der heutigen Zeit ungemein wichtig. Dadurch fühlen sich betroffene Personengruppen gesehen, verstanden und „normal“(Wir sind kein Fan dieser Bezeichnung, da es ja voraussetzen würde, dass es etwas gibt, was „unnormal“ ist – im Gegenteil: Liebe ist das alltäglichste auf dieser Welt). Im Jahre 2022 ist die Gesellschaft in Sachen LGBTQ+ Repräsentation schon fortgeschrittener. Sei es in Büchern (vor allem Bücher für junge Erwachsene) Serien, Filme oder Videospielen.

Kleiner Lesetipp: Vielfalt in der Musikbranche: Queere Musiker*innen 

In diesem Blogbeitrag möchten wir Euch unsere liebsten LGBTQ+ Repräsentationen vorstellen.

Heartstopper

Wenn Du bis jetzt noch nichts von der Graphic Novel oder dem Webcomic von Alice Oseman gehört hast, dann aber spätestens wenn Du abends in Deinem Bett liegst, durch Netflix scrollst und die gleichnamige Coming-of-Age-Fernsehserie siehst. In Heartstopper geht es um die beiden Teenager Charlie Spring und Nick Nelson. Charlie ist schwul und wurde im vergangenen Schuljahr dafür gemobbt. Nick ist ein Spieler in der Schul-Rugby-Mannschaft. Als die beiden sich besser kennenlernen, verlieben sie sich ineinander. Auch Bisexualität und Transsexualität sind ein großes Thema in dieser von der Kritik gelobten Darstellung der LGBTQ+-Gemeinschaft. Und an alle Heartstopper-Fans da draußen: Freust Du Dich auch schon so sehr auf Staffel 2 und 3 wie wir?

   

Call me by Your Name

Call me by Your Name ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von André Aciman. Das romantische Drama erzählt von der Affäre zwischen dem 17-jährigen Elio und dem 24-jährigen  Oliver (Wir vergessen einfach kurz, von welchem Schauspieler Oliver gespielt wird). Obwohl der Film, der im Jahr 2017 auch einen Oscar für das beste Drehbuch bekommen hat, neben viel Lob auch Kritik bekommen hat (vor allem für den Altersunterschied der beiden Hauptpersonen), repräsentiert dieser das Thema Erwachsenwerden und sexuelle Orientierung ruhig und einfühlsam.

The Last of Us (Part 2)

In diesem Survival-Horror-Spiel geht es primär um die beiden Hauptpersonen, Joel und Ellie, die gemeinsam durch die postapokalyptischen Vereinigten Staaten ziehen. In diesem Szenario sind die meisten Menschen einer Infektion mit einem Pilz erlegen, der ihre Gehirne befällt und mutieren lässt. Im zweiten Teil steht jedoch das Thema LGBTQ+-Identität stärker im Fokus, da es explizit bestätigt wird, dass sich Ellie zu Frauen hingezogen fühlt. Neben Ellie gibt es aber auch noch andere Charaktere, die der LGBTQ+ Community angehören. Die LGBTQ+-Darstellung in diesem Videospiel entspricht weitestgehend der Realität in den heutigen USA (Der Rest ist eeeetwas realitätsfern).

   

Benjamin Alire Sáenz – Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

In diesem Roman geht es um zwei Teenager, Aristoteles (Ari) und Dante. In dieser berührenden Geschichte geht es um Vertrauen, Liebe und der großen Frage, wer man eigentlich wirklich ist. Dieses Jugendbuch hat die Möglichkeit, durch den einzigartigen Schreibstil auch Erwachsene anzusprechen und zu berühren (das können wir aus eigener Erfahrung sagen). Entdeckt wird das Universum, Freundschaft und die Liebe zwischen den beiden Jungen.

Wieso ist LGBTQ+-Repräsentation in den heutigen Medien so wichtig?

Wie am Anfang des Blogbeitrages schon beschrieben, fühlen sich betroffene Personengruppen dadurch gesehen und verstanden. Die Sichtbarkeit und das Bild von queeren Personen in der Öffentlichkeit werden von diesen Medien geprägt. So sorgt man für mehr Toleranz, Akzeptanz und reproduzierten Stereotypen. Gerade für junge Menschen ist diese Repräsentation sehr wichtig, da die eigene Sexualität oder Geschlechteridentität eine sehr emotionale Reise der Selbstfindung ist.

Wir finden diese ganze Sache ganz cool und möchten bitte mehr davon! Ist es denn nicht was Schönes, wenn man sich mit einem fiktiven Charakter identifiziert und Komfort in diesem finden kann?


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